Pilze und St. Martin: Herbstküche mit Laternenschein
Im Herbst haben Pilze Saison, und am Martinstag ziehen die Kinder mit Laternen durch die Straßen. Dazu gehören Weckmänner, ein Becher Punsch und bei vielen ein Festessen. Hier findest du würzige Pilzgerichte und eine leichtere Alternative zur Martinsgans.

Unsere Tipps
- Pilze nur selbst sammeln, wenn du jede Art sicher kennst. Sonst kaufst du sie – oder lässt deinen Korb von einer Pilzsachverständigen oder einem Pilzsachverständigen prüfen, bevor etwas in die Pfanne kommt.
- Pilze nicht waschen, sondern mit einem Pinsel oder Küchenpapier säubern. Sehr schmutzige kurz abbrausen und sofort trocken tupfen.
- Für Röstaromen die Pfanne richtig heiß werden lassen und nicht zu viele Pilze auf einmal hineingeben. Sonst ziehen sie Wasser und kochen, statt zu braten.
- Pilzgerichte darfst du aufwärmen, wenn du die Reste schnell abkühlst, im Kühlschrank aufbewahrst und am nächsten Tag einmal gründlich durcherhitzt.
- Zum Laternenumzug passt eine Thermoskanne Kinderpunsch: zur Hälfte Früchtetee, wärmt die Hände und schmeckt weniger süß als reiner Saft.
Passende Rezepte
Alle Rezepte
Pilzrisotto light – cremig mit Bohnen statt Butter

Putenkeule mit Maronen – die leichte Martinsgans mit Rotkohl

Pilzpfanne mit Ei – mit Spinat und Thymian

Pfifferlinge mit Kartoffeln – und Kräuterquark statt Rahmsoße

Gefüllte Champignons mit Frischkäse und Spinat – dazu Rucolasalat

Putengeschnetzeltes mit Champignons und Reis – cremig ohne Sahne

Tofu-Geschnetzeltes mit Champignons – vegan nach Zürcher Art

Putenbrust mit Rotkohl und Klößen – das leichtere Weihnachtsessen

Rotkohl selbst gemacht – mit Apfel und Traubensaft

Weckmann light – Vollkorn-Hefeteig mit Quark für St. Martin

Kinderpunsch – Glühwein alkoholfrei mit Früchtetee

Bratapfel mit Nussfüllung – mit Vanillejoghurt statt Vanillesoße
Pilze: kaufen statt riskieren
Waldspaziergänge im Herbst sind schön, und ein Korb voller selbst gesammelter Pilze ist für viele der Höhepunkt. Doch einige giftige Arten sehen essbaren zum Verwechseln ähnlich, und Pilzvergiftungen können lebensgefährlich sein. Apps und Fotos aus dem Netz ersetzen keine sichere Bestimmung. Wenn du unsicher bist, gibt es in vielen Regionen Pilzberatungsstellen, die deine Funde kostenlos oder gegen eine kleine Gebühr prüfen.
Für alle anderen gibt es im Herbst eine große Auswahl im Handel: Champignons, Kräuterseitlinge, Austernpilze und auf dem Markt Pfifferlinge oder Steinpilze. Damit gelingt jedes Rezept auf dieser Seite.
So werden Pilze aromatisch
Pilze bestehen zum großen Teil aus Wasser und haben wenig Energie, liefern aber viel herzhaften Geschmack. Damit sind sie ideal, um Gerichten Fülle zu geben, ohne sie schwer zu machen. Das Geheimnis liegt in der Zubereitung: heiße Pfanne, wenig Öl, nicht zu viele auf einmal. Erst wenn sie goldbraun sind, kommen Salz, Zwiebeln und Kräuter dazu.
Ein Pilzrisotto mit Vollkornreis und weißen Bohnen macht lange satt, eine Pilzpfanne mit Ei steht in knapp einer halben Stunde auf dem Tisch. Und Pfifferlinge brauchen kaum mehr als Kartoffeln, Petersilie und einen Klecks Kräuterquark.
Martinsgans – oder eine leichtere Alternative
Zum Martinstag kommt traditionell eine Gans auf den Tisch, mit Rotkohl und Klößen. Das ist ein Festessen, und wer es liebt, soll es genießen. Gänsefleisch ist allerdings sehr fettreich, vor allem in und unter der Haut. Wenn du Gans isst, nimm dir ein Stück mit wenig Haut, dafür reichlich Rotkohl, und lass die Soße nicht zur Hauptsache werden.
Eine leichtere Alternative ist Putenbrust aus dem Ofen, bei niedriger Temperatur gegart, damit sie saftig bleibt. Dazu passt selbst gemachter Rotkohl mit Apfel und Lebkuchengewürz – er schmeckt nach Fest und ist schnell vorbereitet. Vegetarisch bietet sich ein Geschnetzeltes aus Tofu und Champignons an.
Weckmann und Punsch für den Laternenumzug
Nach dem Umzug gibt es in vielen Regionen einen Weckmann, Stutenkerl oder Martinsmann. Mit Dinkelvollkornmehl und Quark im Teig braucht er weniger Butter und Zucker und bleibt trotzdem weich. Zum Aufwärmen gibt es einen Becher Kinderpunsch, und wer noch Lust auf etwas Süßes hat, schiebt einen Bratapfel in den Ofen. So wird aus einem kalten Novemberabend ein gemütlicher.