Weckmann light – Vollkorn-Hefeteig mit Quark für St. Martin
Zu St. Martin gehört der Weckmann, auch Stutenkerl oder Martinsmann genannt. Diese Version backst du mit Dinkelvollkornmehl und Quark im Teig – das braucht weniger Butter und Zucker, und die Männer werden trotzdem weich und duftig.
- Zeit
- 48 Min. + 1 Std. 30 Min. Ruhezeit
- Pro Portion
- 242 kcal
- Eiweiß
- 11 g
- Niveau
- Mittel

Zutaten
Nährwerte pro Portion
242 kcal
| Eiweiß | 11 g |
|---|---|
| Kohlenhydrate | 36 g |
| davon Zucker | 6,1 g |
| Fett | 4,8 g |
| Ballaststoffe | 5,3 g |
| Salz | 0,1 g |
Berechnet mit dem Bundeslebensmittelschlüssel; Richtwerte.
Zubereitung
Die Hefe in 150 ml lauwarmer Milch mit dem Honig verrühren und 5 Minuten stehen lassen, bis sich kleine Bläschen zeigen.
Mehl und Salz in einer Schüssel mischen. Hefemilch, Quark, Ei und weiche Butter dazugeben und mit den Knethaken des Handrührgeräts 6 bis 8 Minuten kneten, bis ein glatter, leicht klebriger Teig entsteht.
Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen, bis er sichtbar aufgegangen ist. Vollkornteig geht langsamer als heller Teig, Geduld lohnt sich.
Den Teig kurz durchkneten und in 8 gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einer länglichen Rolle formen, oben einen Kopf abdrehen und mit einem Messer Arme und Beine einschneiden und etwas auseinanderziehen.
Die Männer auf ein Blech mit Backpapier legen. Je zwei Rosinen als Augen und zwei, drei als Knöpfe fest in den Teig drücken. Weitere 30 Minuten abgedeckt gehen lassen.
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Die Weckmänner mit der restlichen Milch bestreichen.
Auf mittlerer Schiene 15 bis 18 Minuten backen, bis sie goldbraun sind und hohl klingen, wenn du von unten daraufklopfst. Auf einem Gitter abkühlen lassen.
Warum das Rezept satt macht
Der klassische Weckmann ist ein süßes Hefegebäck aus hellem Mehl mit viel Butter und Zucker. Mit Dinkelvollkornmehl bekommt er mehr Ballaststoffe und einen kräftigeren Geschmack, der Quark ersetzt einen Teil der Butter und bringt Eiweiß in den Teig. Ein Weckmann zum Frühstück oder nach dem Laternenumzug macht deshalb länger zufrieden als ein Teilchen vom Bäcker.
Tipps
- Lauwarm, nicht heiß: Die Milch sollte sich am Handgelenk angenehm warm anfühlen. Zu heiße Milch macht die Hefe kaputt, dann geht der Teig nicht auf.
- Etwas klebrig ist richtig: Vollkornmehl quillt nach. Gib also nicht gleich mehr Mehl dazu, wenn der Teig am Anfang an den Fingern haftet.
- Rosinen tief eindrücken: Rosinen, die nur aufliegen, fallen beim Aufgehen heraus oder verbrennen.
- Die Pfeife: Traditionell steckt eine Tonpfeife im Weckmann. Die drückst du vor dem Backen hinein – sie ist Deko und wird nicht mitgegessen.
Varianten
- Heller und lockerer: Die Hälfte des Dinkelvollkornmehls durch Weizenmehl Type 405 ersetzen. Das Gebäck wird fluffiger, aber weniger ballaststoffreich.
- Ohne Rosinen: Augen und Knöpfe aus Kürbiskernen oder halbierten Mandeln machen.
- Mit Ahornsirup: Statt Honig funktioniert Ahornsirup genauso.
Vorbereiten und aufbewahren
Weckmänner schmecken am Backtag am besten. In einem Beutel halten sie sich zwei Tage, danach werden sie trocken. Sie lassen sich gut einfrieren: nach dem Abkühlen einzeln verpacken und bei Bedarf bei Zimmertemperatur auftauen oder 5 Minuten bei 150 °C im Ofen aufbacken.
Häufige Fragen
Kann ich den Teig am Vorabend vorbereiten?
Ja. Nimm nur ein Drittel der Hefe und lass den Teig über Nacht abgedeckt im Kühlschrank gehen. Am Morgen formen, eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen und backen.
Was ist der Unterschied zwischen Weckmann und Stutenkerl?
Keiner, es sind nur regionale Namen. Im Rheinland heißt er Weckmann, in Westfalen Stutenkerl, anderswo Martinsmann oder Klausenmann.
Veröffentlicht am 23.10.2026 · Snack


