Putenkeule mit Maronen – die leichte Martinsgans mit Rotkohl
Eine Gans zu St. Martin oder Weihnachten ist ein Fest, aber auch sehr fettreich. Eine Putenkeule bringt dasselbe Gefühl auf den Tisch: Sie schmort langsam im Bräter, wird zart und saftig und liefert eine dunkle Soße. Maronen, Apfel-Rotkohl und Preiselbeeren machen daraus das klassische Festessen.
- Zeit
- 2 Std. 30 Min.
- Pro Portion
- 573 kcal
- Eiweiß
- 53 g
- Niveau
- Mittel

Zutaten
Nährwerte pro Portion
573 kcal
| Eiweiß | 53 g |
|---|---|
| Kohlenhydrate | 53 g |
| davon Zucker | 31 g |
| Fett | 14 g |
| Ballaststoffe | 13 g |
| Salz | 1,5 g |
Berechnet mit dem Bundeslebensmittelschlüssel; Richtwerte.
Zubereitung
Den Ofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze (150 °C Umluft) vorheizen. Die Haut der Keule mit Küchenpapier greifen und abziehen. Die Keule salzen und pfeffern und in einem Bräter in 10 g Öl rundum 8 Minuten kräftig anbraten. Herausnehmen.
Eine Zwiebel, Karotte und Sellerie im Bräter 5 Minuten rösten, bis sie Farbe annehmen. Tomatenmark 1 Minute mitrösten, mit Traubensaft und Brühe ablöschen. Ein Lorbeerblatt, Thymian, Majoran und Piment dazugeben und die Keule obendrauf legen.
Zugedeckt im Ofen 90 Minuten schmoren, nach der Hälfte wenden und mit Soße begießen.
Inzwischen für den Rotkohl die zweite Zwiebel im restlichen Öl in einem Topf glasig dünsten. Rotkohl, Apfel, Essig, Nelken, das zweite Lorbeerblatt, Wasser und etwas Salz dazugeben und zugedeckt bei kleiner Hitze 40 Minuten schmoren, bis der Kohl weich ist. Ab und zu umrühren.
Den Deckel vom Bräter nehmen, die Maronen in die Soße geben und die Keule weitere 25 bis 30 Minuten offen schmoren, bis sich das Fleisch leicht vom Knochen löst. An der dicksten Stelle sollte es 80 °C haben.
Die Keule herausnehmen und abgedeckt warm halten. Lorbeer und Piment aus der Soße fischen. Die Stärke mit 3 Esslöffeln kaltem Wasser glatt rühren, in die Soße rühren und auf dem Herd 1 Minute aufkochen. Abschmecken.
Das Fleisch vom Knochen schneiden und mit Soße, Maronen, Rotkohl und Preiselbeeren servieren.
Warum das Rezept satt macht
Putenkeule ohne Haut ist mager und liefert sehr viel Eiweiß, bleibt beim Schmoren aber saftiger als Brust. Die Haut bei der Gans und bei der Pute trägt das meiste Fett. Sie kommt hier vor dem Schmoren ab, den Geschmack holen Röstaromen, Wurzelgemüse und die Gewürze zurück. Maronen ersetzen die Klöße, sie sind sättigend und schmecken nach Festtag. Rotkohl bringt Volumen und Farbe.
Tipps
- Kräftig anbraten: Die braune Kruste ist die Grundlage für die Soße. Lieber eine Minute länger braten.
- Beifuß, wenn du hast: Er ist das klassische Gänsegewürz. Ein Teelöffel getrockneter Beifuß in der Soße bringt den typischen Geschmack.
- Rotkohl vom Vortag: Er schmeckt aufgewärmt besser. Wer Zeit sparen will, kocht ihn am Tag vorher, wie beim Rotkohl selbst gemacht.
- Nicht zu früh an die Maronen: Sie zerfallen bei zu langem Schmoren. Die letzte halbe Stunde reicht.
Varianten
- Mit Klößen: Wer nicht auf Kartoffelklöße verzichten mag, plant einen kleinen Kloß pro Person ein. Ein Beispiel ist die Putenbrust mit Rotkohl und Klößen.
- Mit Rosenkohl: Statt Rotkohl die Maronen-Rosenkohl-Pfanne als Beilage.
- Mit Rotwein: Statt Traubensaft 150 ml trockenen Rotwein. Der Alkohol verkocht beim langen Schmoren zum größten Teil.
Vorbereiten und aufbewahren
Keule und Rotkohl lassen sich komplett am Vortag zubereiten. Das Fleisch vom Knochen lösen, in der Soße aufbewahren und am Festtag zugedeckt bei 160 °C 25 Minuten erwärmen. Im Kühlschrank hält alles drei Tage, eingefroren drei Monate.
Häufige Fragen
Reicht eine Keule für vier?
Eine Putenkeule mit gut 1,3 kg reicht für vier Personen. Bei kleineren Keulen zwei nehmen und die Schmorzeit etwas verkürzen.
Wann ist die Keule fertig?
Wenn das Fleisch sich mit einer Gabel leicht vom Knochen lösen lässt. Mehr Ideen für die Feiertage stehen unter Pilze und St. Martin und Weihnachten und Silvester.
Veröffentlicht am 23.10.2026 · Abendessen


