Was der BMI ist – und wie er berechnet wird
Der Body-Mass-Index setzt dein Gewicht ins Verhältnis zur Größe: Gewicht in Kilogramm geteilt durch die Größe in Metern zum Quadrat. Bei 75 Kilogramm und 1,70 Metern sind das 75 ÷ (1,70 × 1,70) = 26.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt Erwachsene so ein:
| BMI | Einstufung |
|---|---|
| unter 18,5 | Untergewicht |
| 18,5 – 24,9 | Normalgewicht |
| 25 – 29,9 | Übergewicht |
| 30 – 34,9 | Adipositas Grad I |
| 35 – 39,9 | Adipositas Grad II |
| ab 40 | Adipositas Grad III |
Welches Gewicht bei welcher Größe in welche Klasse fällt, zeigt die BMI-Tabelle auf einen Blick.
BMI für Frauen und Männer: Gibt es Unterschiede?
Die Formel und die WHO-Grenzwerte sind für Frauen und Männer gleich. Frauen haben bei gleichem BMI im Schnitt allerdings mehr Körperfett als Männer. Deshalb lohnt sich der Blick auf den Taillenumfang – er sagt mehr darüber, wo das Fett sitzt. Mehr dazu auf den Seiten BMI für Frauen und BMI für Männer.
Warum der BMI nicht alles verrät
Der BMI kann nicht zwischen Muskeln und Fett unterscheiden. Wer viel Kraftsport macht, landet schnell im „Übergewicht“, ohne zu viel Fett zu haben. Umgekehrt kann ein normaler BMI viel Bauchfett verbergen. Für Kinder und Jugendliche gilt die Tabelle nicht – dort braucht es Perzentilen, die Kinderärztinnen und Kinderärzte verwenden.
Taille-Größe-Verhältnis: der bessere Blick auf den Bauch
Fett am Bauch, vor allem das um die Organe (viszerales Fett), gilt als ungünstiger als Fett an Hüfte oder Oberschenkeln. Eine einfache Faustregel: Dein Taillenumfang sollte weniger als die Hälfte deiner Körpergröße betragen. Ein Wert unter 0,5 ist unbedenklich, ab 0,5 erhöht, ab 0,6 deutlich erhöht. Wie du Bauchfett realistisch reduzierst, erklärt unser Ratgeber zum Bauchfett.
Häufige Fragen
Welcher BMI ist gesund?
Für Erwachsene gilt ein BMI zwischen 18,5 und 24,9 als Normalgewicht. Der BMI ist aber nur ein grober Anhaltspunkt – Taillenumfang, Bewegung, Blutwerte und Wohlbefinden gehören zum Gesamtbild.
Wie viel sollte ich abnehmen?
Schon fünf bis zehn Prozent weniger Gewicht wirken sich bei Übergewicht spürbar positiv aus. Ein realistisches erstes Ziel ist deshalb oft wertvoller als das „Idealgewicht“. Den passenden Kalorienwert liefert dir der Kalorienrechner.
Quellen
- Obesity: preventing and managing the global epidemic. Report of a WHO Consultation (Technical Report Series 894). World Health Organization, 2000.
- Waist-to-height ratio is a better screening tool than waist circumference and BMI for adult cardiometabolic risk factors: systematic review and meta-analysis. Ashwell M, Gunn P, Gibson S, Obesity Reviews, 2012.