Rhabarber und Frühlingsgemüse: sauer, frisch und knackig
Im späten Frühling bringt der Markt endlich Abwechslung: Rhabarber für Kompott und Kuchen, Radieschen, Frühlingszwiebeln, junger Spinat und neue Kartoffeln. Alles knackig, frisch und ideal für eine Küche, die leicht schmeckt und trotzdem satt macht.

Unsere Tipps
- Kombiniere Rhabarber mit Erdbeeren. Ihre Süße gleicht die Säure aus, und du brauchst weniger Zucker oder Honig.
- Iss nur die Stangen. Die Blätter enthalten viel Oxalsäure und gehören auf den Kompost, nicht in den Topf.
- Zieh bei dicken Stangen die faserige Haut ab. Junge, dünne Stangen kannst du ungeschält verwenden.
- Koch Rhabarber nur kurz, bis die Stücke weich sind, aber noch ihre Form haben. Länger gekocht zerfällt er zu Mus.
- Radieschen mit Grün halten länger, wenn du die Blätter gleich nach dem Einkauf abschneidest. Sie entziehen den Knollen sonst Wasser.
Passende Rezepte
Alle Rezepte
Rhabarber-Crumble light – fruchtig, knusprig und mit wenig Butter

Rhabarberkuchen light – mit Joghurtteig und Baiserhaube

Kohlrabi-Schnitzel – knusprig paniert aus Ofen oder Heißluftfritteuse

Mangold-Pfanne mit Kichererbsen und Ei – würzig und eiweißreich

Rhabarberkompott mit Vanillequark – fruchtig-säuerlich mit Mandeln

Kartoffelsalat ohne Mayo – mit Brühe, Gurke, Radieschen und Ei

Eiermuffins mit Gemüse – Frühstück zum Vorbereiten

Nudelsalat light – mit Joghurt-Dressing statt Mayo

Gefüllte Hähnchenbrust mit Spinat und Feta – mit Ofenkartoffeln

Radisalat – bayerischer Rettichsalat mit Schnittlauch

Kartoffelspalten mit Kräuterquark aus der Heißluftfritteuse
Rhabarber: das Gemüse für Desserts
Rhabarber ist botanisch ein Gemüse, wird in der Küche aber fast immer wie Obst verwendet. Seine Säure ist das, was ihn besonders macht – und gleichzeitig der Grund, warum viele Rezepte so viel Zucker brauchen. Mit ein paar Kniffen kommst du mit deutlich weniger aus.
Am einfachsten ist die Kombination mit süßem Obst. Erdbeeren sind der Klassiker, weil sie zur gleichen Zeit reif werden. Auch Vanille und etwas Zimt lassen Rhabarber süßer schmecken, ohne dass du mehr süßen musst. Und ein Klecks Quark oder Joghurt mildert die Säure auf dem Teller.
Der Rhabarber-Crumble mit Haferflocken und Mandeln braucht weniger Butter als ein klassischer Streuselkuchen und schmeckt trotzdem nach Sonntagskaffee. Für den Alltag ist ein Kompott mit Vanillequark noch schneller gemacht: Rhabarber kurz köcheln, abkühlen lassen, auf den Quark geben. Das Kompott hält im Kühlschrank ein paar Tage und passt auch zum Frühstück.
Gut zu wissen
Die Blätter des Rhabarbers sind nicht zum Essen gedacht, weil sie viel Oxalsäure enthalten. Auch in den Stangen steckt etwas davon. Gegart und in normalen Mengen ist das unproblematisch. Wer zu Nierensteinen neigt, isst Rhabarber besser nur gelegentlich und spricht im Zweifel mit der Ärztin oder dem Arzt.
Die Saison endet traditionell gegen Ende Juni. Danach wird Rhabarber holziger, und die Pflanze braucht Ruhe für das nächste Jahr.
Frühlingsgemüse: knackig und schnell
Neben dem Rhabarber kommt jetzt das erste Gemüse aus dem Freiland. Radieschen, Frühlingszwiebeln, junger Spinat und neue Kartoffeln brauchen kaum Zubereitung. Viel davon kannst du roh essen oder nur kurz garen.
Ein Kartoffelsalat ohne Mayo mit Brühe, Gurke, Radieschen und Ei ist das perfekte Frühlingsessen. Er schmeckt lauwarm am besten und hält sich gut im Kühlschrank. Kartoffelspalten aus der Heißluftfritteuse mit Kräuterquark und Radieschen sind ein schnelles Abendessen. Und ein bayerischer Radisalat mit Schnittlauch passt zu fast allem.
Junger Spinat ist zart genug, um ihn roh in den Salat zu geben oder kurz in der Pfanne zusammenfallen zu lassen. In gefüllter Hähnchenbrust mit Feta oder in Eiermuffins zum Mitnehmen wird er zu einer sättigenden Mahlzeit.
Für die Mittagspause
Viele Frühlingsrezepte lassen sich gut vorbereiten. Eiermuffins mit Gemüse halten im Kühlschrank einige Tage, ein Nudelsalat mit Joghurt-Dressing und Erbsen schmeckt am nächsten Tag noch besser. So nimmst du den Frühling auch mit ins Büro.