Saison & Anlässe

Wintergemüse und Kohl: deftig, wärmend, leicht

Im Januar und Februar liegt auf dem Markt vor allem Kohl, Wurzelgemüse und Rote Bete. Das klingt schlicht, ist aber genau das Gemüse, das im Winter satt macht – vor allem, wenn du es ohne Speck und Sahne deftig zubereitest.

Ofen-Rosenkohl mit Kartoffeln und Ei – ein Blech, wenig Abwasch – KI-generiertes SymbolbildKI-Bild

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Was im Winter Saison hat

Wenn draußen wenig wächst, kommt das Gemüse aus dem Lager oder vom Feld, das Frost aushält. Grünkohl wird nach den ersten kalten Nächten milder, Rosenkohl ebenso. Wirsing, Weißkohl und Rotkohl lassen sich lange lagern, Rote Bete, Karotten, Pastinaken und Schwarzwurzeln auch. Dazu kommen Lauch und Feldsalat.

Für eine leichte Küche ist das ein Glücksfall. Kohl und Wurzelgemüse haben viel Volumen und Ballaststoffe, liefern aber wenig Energie. Ein Teller mit reichlich Gemüse, etwas Eiweiß und Kartoffeln hält lange vor, ohne schwer im Magen zu liegen.

Deftig ohne Speck und Sahne

Viele Winterklassiker schmecken vor allem nach Fett: Grünkohl mit Pinkel, Rahmwirsing, Schwarzwurzeln in Sahnesoße. Das Aroma steckt aber zu einem guten Teil im Gemüse selbst und in den Röststoffen. Brate Zwiebeln kräftig an, röste Rosenkohl im Ofen, würze mit Senf, Muskat und Rauchpaprika.

Die Grünkohl-Pfanne kommt mit Kartoffeln und Spiegelei aus und schmeckt trotzdem nach Winterabend. Im Schwarzwurzel-Gratin bindet eine mit Stärke angedickte Milch statt Sahne, etwas Bergkäse obendrauf reicht für die Kruste. Und Kohlrouladen mit magerem Rinderhack bleiben ein Sonntagsessen, nur mit weniger Fett in der Soße.

Rohkost im Winter

Wintergemüse muss nicht immer gekocht werden. Rotkohl lässt sich fein gehobelt mit Apfel und Walnüssen zu einem knackigen Salat verarbeiten. Rote Bete schmeckt gegart und in Würfeln mit Linsen und Ziegenkäse. Und ein klassischer Krautsalat mit warmer Essig-Marinade wird nach ein paar Stunden im Kühlschrank schön weich.

Wer etwas zum Knabbern sucht, macht Gemüsechips aus Rote Bete, Pastinake und Süßkartoffel im Ofen. Hauchdünn gehobelt und bei niedriger Temperatur getrocknet, werden sie knusprig und schmecken nach Gemüse statt nur nach Salz.

Gut vertragen

Kohl hat den Ruf, schwer verdaulich zu sein. Wer selten Kohl isst, fängt am besten mit kleinen Portionen an und gibt dem Bauch Zeit, sich daran zu gewöhnen. Kümmel, Fenchelsamen oder Majoran im Essen gehören in der traditionellen Küche nicht zufällig dazu. Gründlich gegart verträgt man Kohl meist besser als roh.

Der Winter ist kein Monat zum Durchhalten, sondern eine eigene Küche: wärmend, kräftig und mit Gemüse, das jetzt am besten schmeckt.