Wintergemüse und Kohl: deftig, wärmend, leicht
Im Januar und Februar liegt auf dem Markt vor allem Kohl, Wurzelgemüse und Rote Bete. Das klingt schlicht, ist aber genau das Gemüse, das im Winter satt macht – vor allem, wenn du es ohne Speck und Sahne deftig zubereitest.

Unsere Tipps
- Röste Rosenkohl im Ofen statt ihn zu kochen. Halbiert und mit wenig Öl wird er an den Schnittflächen braun und schmeckt nussig statt bitter.
- Grünkohl braucht keinen Speck: Etwas geräuchertes Paprikapulver, Senf und Zwiebeln bringen das deftige Aroma auch ohne Wurst.
- Trag beim Schälen von Schwarzwurzeln und Roter Bete Handschuhe. Schwarzwurzeln geben einen klebrigen Saft ab, Rote Bete färbt kräftig.
- Wirsing und Weißkohl halten im Gemüsefach gut eine Woche. Ein Kopf reicht für einen Eintopf und einen Salat.
- Ein großer Topf Kohleintopf lässt sich portionsweise einfrieren – das wärmende Mittagessen für die nächsten Wochen ist damit schon gekocht.
Passende Rezepte
Alle Rezepte
Ofen-Rosenkohl mit Kartoffeln und Ei – ein Blech, wenig Abwasch

Ofen-Rote-Bete mit Feta – warm, mit Kichererbsen und Walnüssen

Pastinakensuppe – cremig mit weißen Bohnen statt Sahne

Grünkohl-Pfanne mit Kartoffeln und Spiegelei – deftig ohne Wurst

Wirsing-Eintopf mit Kartoffeln und Hack – leicht und wärmend

Maronen-Rosenkohl-Pfanne – mit Tofu und Apfel

Schwarzwurzel-Gratin light – mit Kartoffeln und Schinken, ohne Sahne

Rote-Bete-Salat mit Ziegenkäse – mit Linsen, Apfel und Walnüssen

Rotkohl-Salat mit Apfel, Walnüssen, Linsen und Feta

Kohlrouladen light – mit magerem Rinderhack und Reis geschmort

Gemüsechips aus dem Ofen – Rote Bete, Pastinake und Süßkartoffel

Krautsalat mit Karotte – ohne Mayo, mit warmer Essig-Marinade
Was im Winter Saison hat
Wenn draußen wenig wächst, kommt das Gemüse aus dem Lager oder vom Feld, das Frost aushält. Grünkohl wird nach den ersten kalten Nächten milder, Rosenkohl ebenso. Wirsing, Weißkohl und Rotkohl lassen sich lange lagern, Rote Bete, Karotten, Pastinaken und Schwarzwurzeln auch. Dazu kommen Lauch und Feldsalat.
Für eine leichte Küche ist das ein Glücksfall. Kohl und Wurzelgemüse haben viel Volumen und Ballaststoffe, liefern aber wenig Energie. Ein Teller mit reichlich Gemüse, etwas Eiweiß und Kartoffeln hält lange vor, ohne schwer im Magen zu liegen.
Deftig ohne Speck und Sahne
Viele Winterklassiker schmecken vor allem nach Fett: Grünkohl mit Pinkel, Rahmwirsing, Schwarzwurzeln in Sahnesoße. Das Aroma steckt aber zu einem guten Teil im Gemüse selbst und in den Röststoffen. Brate Zwiebeln kräftig an, röste Rosenkohl im Ofen, würze mit Senf, Muskat und Rauchpaprika.
Die Grünkohl-Pfanne kommt mit Kartoffeln und Spiegelei aus und schmeckt trotzdem nach Winterabend. Im Schwarzwurzel-Gratin bindet eine mit Stärke angedickte Milch statt Sahne, etwas Bergkäse obendrauf reicht für die Kruste. Und Kohlrouladen mit magerem Rinderhack bleiben ein Sonntagsessen, nur mit weniger Fett in der Soße.
Rohkost im Winter
Wintergemüse muss nicht immer gekocht werden. Rotkohl lässt sich fein gehobelt mit Apfel und Walnüssen zu einem knackigen Salat verarbeiten. Rote Bete schmeckt gegart und in Würfeln mit Linsen und Ziegenkäse. Und ein klassischer Krautsalat mit warmer Essig-Marinade wird nach ein paar Stunden im Kühlschrank schön weich.
Wer etwas zum Knabbern sucht, macht Gemüsechips aus Rote Bete, Pastinake und Süßkartoffel im Ofen. Hauchdünn gehobelt und bei niedriger Temperatur getrocknet, werden sie knusprig und schmecken nach Gemüse statt nur nach Salz.
Gut vertragen
Kohl hat den Ruf, schwer verdaulich zu sein. Wer selten Kohl isst, fängt am besten mit kleinen Portionen an und gibt dem Bauch Zeit, sich daran zu gewöhnen. Kümmel, Fenchelsamen oder Majoran im Essen gehören in der traditionellen Küche nicht zufällig dazu. Gründlich gegart verträgt man Kohl meist besser als roh.
Der Winter ist kein Monat zum Durchhalten, sondern eine eigene Küche: wärmend, kräftig und mit Gemüse, das jetzt am besten schmeckt.