Kürbiszeit und Erntedank: Suppe, Ofen, Kuchen
Anfang Oktober feiern viele Gemeinden Erntedank, und auf jedem Markt stapeln sich die Kürbisse. Hokkaido, Butternut und Co. sind für die leichte Küche ein Geschenk: cremig, mild-süß und so sättigend, dass eine Schüssel Suppe wirklich ein Abendessen ist.

Unsere Tipps
- Hokkaido musst du nicht schälen: Die Schale wird beim Garen weich und kann mitgegessen werden. Das spart Zeit und Abfall.
- Butternut und Muskatkürbis schälst du am einfachsten mit einem Sparschäler, nachdem du den Kürbis halbiert und die Kerne entfernt hast.
- Zierkürbisse sind nicht zum Essen da. Und schmeckt ein Speisekürbis bitter, wirf ihn weg – die Bitterstoffe können zu Vergiftungen führen.
- Ganze Kürbisse halten kühl und trocken gelagert mehrere Wochen. Angeschnitten wickelst du sie ein und verbrauchst sie innerhalb weniger Tage.
- Kürbispüree auf Vorrat: Würfel im Ofen weich backen, pürieren und portionsweise einfrieren. Daraus wird später Suppe, Hummus oder Teig für Muffins.
Passende Rezepte
Alle Rezepte
Kürbissuppe mit Ingwer – cremig ohne Sahne

Ofenkürbis mit Feta – mit Kichererbsen und Joghurt-Dip

Kürbis-Hummus – mit geröstetem Hokkaido und Rauchpaprika

Kürbis-Muffins – saftig mit Dinkel und Zimt

Ofengemüse mit Kichererbsen und Feta – ein Blech, wenig Arbeit

Zwiebelkuchen light – mit Vollkorn-Hefeteig und Skyr-Guss

Apfelkuchen light – versunken, mit Quark im Teig

Quarkauflauf mit Apfel und Zimt – fluffig aus dem Ofen

Rote-Bete-Salat mit Ziegenkäse – mit Linsen, Apfel und Walnüssen

Kartoffelsuppe – klassisch mit Lauch und weißen Bohnen

Maronen-Rosenkohl-Pfanne – mit Tofu und Apfel
Welcher Kürbis wofür
Der Hokkaido ist der unkomplizierteste Kürbis: klein, handlich, mit essbarer Schale und nussigem Geschmack. Er eignet sich für fast alles, von der Suppe bis zum Ofengericht. Der Butternut hat ein feines, buttriges Fruchtfleisch und wenige Kerne, er ist ideal für cremige Suppen und Pürees. Muskatkürbisse sind groß und aromatisch, aber schwerer zu verarbeiten – oft gibt es sie auch in Stücken zu kaufen.
Eine Besonderheit ist der Spaghettikürbis: Nach dem Backen lässt sich sein Fruchtfleisch mit einer Gabel in feine Fäden zupfen, die an Nudeln erinnern. Mit Tomatensauce wird daraus ein leichtes Abendessen. Alle Sorten vertragen sich gut mit Ingwer, Curry, Zimt und Muskat und mit etwas Säure von Zitrone oder Apfel.
Beim Einkauf gilt: Ein reifer Kürbis klingt hohl, wenn du daran klopfst, und der Stiel ist trocken und fest.
Mehr als Suppe
Natürlich ist die Kürbissuppe der Klassiker. Mit Ingwer und etwas Kokosmilch statt Sahne wird sie cremig, ohne schwer zu sein. Kürbis kann aber viel mehr. Im Ofen geröstet, mit Feta und Kräutern, ist er ein Abendessen für sich. Püriert mit Kichererbsen wird er zu einem orangefarbenen Hummus für Brot und Gemüsesticks. Und in Muffins sorgt er für Saftigkeit, sodass weniger Fett und Zucker in den Teig müssen.
Kürbis hat viel Wasser und Ballaststoffe, deshalb macht eine große Portion satt, ohne dich zu beschweren.
Erntedank: kochen mit dem, was da ist
Beim Erntedankfest geht es um Dankbarkeit für das, was gewachsen ist. Ein schöner Gedanke für die Küche: Koch mit dem, was die Region gerade hergibt. Neben Kürbis sind das im Oktober Äpfel, Birnen, Rote Bete, Kartoffeln, Zwiebeln und die ersten Kohlsorten. Ein Zwiebelkuchen mit Quark-Öl-Teig, ein Rote-Bete-Salat mit Ziegenkäse oder ein Apfelkuchen mit Quark im Teig bringen den Herbst auf den Tisch.
Wenn Familie oder Freunde zusammenkommen, eignet sich ein großes Blech Ofengemüse mit Kichererbsen und Feta. Es lässt sich gut vorbereiten, schmeckt warm und lauwarm und passt zu Brot, Salat oder einem Stück Fleisch.
Kürbisreste verwerten
Ein ganzer Kürbis ist oft mehr, als du an einem Abend brauchst. Würfel, die übrig bleiben, kannst du roh oder gegart einfrieren. Die Kerne vom Hokkaido lassen sich waschen, trocknen und im Ofen mit etwas Salz rösten – ein knuspriger Snack, der sonst im Müll landen würde.