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Fasching und Fastenzeit: erst feiern, dann neu sortieren

Erst Krapfen, Kostüm und Konfetti, ab Aschermittwoch dann die Fastenzeit bis Ostern. Beides hat seinen Platz: Die tollen Tage darfst du genießen, und die Wochen danach sind eine gute Gelegenheit, eine Gewohnheit auszuprobieren.

Quarkbällchen aus dem Ofen – fluffig, ohne Frittieren – KI-generiertes SymbolbildKI-Bild

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Krapfen, Berliner, Kreppel – ehrlich betrachtet

Je nach Region heißen sie Krapfen, Berliner, Pfannkuchen oder Kreppel, und gemeint ist immer dasselbe: Hefeteig, in Fett ausgebacken, mit Marmelade gefüllt und mit Zucker bestreut. Leicht ist daran nichts, und das muss auch nicht sein. Ein Krapfen zu Fasching ist ein Genuss, kein Fehltritt. Wie viel Energie darin steckt, zeigt der Eintrag zum Berliner im Lexikon.

Schwierig wird es eher, wenn aus einem Krapfen eine Woche mit täglich zwei wird, weil im Büro ständig eine Schachtel steht. Dann hilft eine einfache Regel: einer, bewusst und mit Genuss, und den Rest stehen lassen. Wer selbst backen will, macht Quarkbällchen im Ofen. Sie werden außen leicht knusprig, innen weich und brauchen kein Frittierfett.

Snacks für die Faschingsparty

Auf der Party hilft es, wenn neben Chips und Süßigkeiten auch etwas zum Knabbern steht, das satt macht. Selbst gemachtes Popcorn aus dem Topf braucht nur wenig Öl. Knusprige Kichererbsen aus der Heißluftfritteuse sind salzig, würzig und liefern Eiweiß. Und eine Schüssel Gemüsesticks mit Dip bringt etwas Frisches zwischen die salzigen Sachen.

Die Fastenzeit als Gelegenheit

Die Fastenzeit dauert von Aschermittwoch bis Ostern: 40 Fastentage, die Sonntage zählen traditionell nicht mit. Für viele ist sie heute weniger eine religiöse Pflicht als ein fester Rahmen, um etwas auszuprobieren. Das Schöne daran: Es gibt ein klares Ende. Sechs Wochen sind lang genug, damit sich eine Gewohnheit setzt, und kurz genug, um nicht abzuschrecken.

Was du in dieser Zeit weglässt oder neu anfängst, entscheidest du selbst. Weniger Süßes am Abend, kein Softdrink zum Mittagessen, Alkohol nur am Wochenende oder gar nicht, mehr Gemüse und Hülsenfrüchte auf dem Teller. Hilfreich ist, das Vorhaben positiv zu formulieren: nicht nur „kein Zucker“, sondern „nach dem Essen ein Stück Obst oder ein Tee“. Ideen dazu findest du im Ratgeber Zucker reduzieren.

Fasten im engeren Sinn

Manche nutzen die Wochen vor Ostern für ein richtiges Fasten. Intervallfasten lässt sich gut in den Alltag einbauen, weil du nur das Zeitfenster für deine Mahlzeiten änderst. Heilfasten mit mehreren Tagen ohne feste Nahrung ist deutlich anspruchsvoller. Es ist nicht für alle geeignet und gehört bei Vorerkrankungen in ärztliche Begleitung. Auch Intervallfasten passt nicht für alle: In der Schwangerschaft, bei einer Essstörung oder mit Medikamenten gegen Diabetes klärt man das vorher ärztlich.

Für den Alltag in der Fastenzeit passen einfache, fleischarme Gerichte: eine Minestrone mit Bohnen, eine Gemüse-Tajine mit Kichererbsen oder ein Linsensalat, der sich gut mitnehmen lässt. Und am Ende steht Ostern mit Hefezopf und Schokoeiern, die du dann einfach genießt.