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Frühlingsanfang und Bärlauch: das erste Grün

Wenn die Tage länger werden, kommt endlich wieder frisches Grün auf den Teller. Bärlauch, Kräuter, junger Spinat und Erbsen bringen Farbe und Geschmack in die Küche – und laden ein, das schwere Winteressen hinter dir zu lassen.

Bärlauchquark mit Kartoffeln – schnell, frisch und eiweißreich – KI-generiertes SymbolbildKI-Bild

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Was im frühen Frühling auf den Teller kommt

Im März ist der Markt noch nicht bunt, aber er wird grün. Bärlauch wächst in feuchten Laubwäldern, Kräuter aus dem Gewächshaus und vom Feld kommen dazu, junger Spinat und Frühlingszwiebeln ebenso. Erbsen sind tiefgekühlt das ganze Jahr ein guter Vorrat und passen jetzt besonders gut.

Für eine leichte Küche ist das ideal. Kräuter und frisches Grün bringen viel Geschmack bei wenig Energie, und sie machen Gerichte frisch, die sonst mit Sahne oder Butter schwer würden. Ein Kräuterquark mit Pellkartoffeln oder eine Grüne Soße mit Eiern ist dafür das beste Beispiel.

Bärlauch: woran du ihn erkennst

Bärlauch hat einen großen Nachteil: Er sieht giftigen Pflanzen ähnlich. Verwechselt wird er vor allem mit Maiglöckchen, Herbstzeitlose und Aronstab. Alle drei wachsen an ähnlichen Orten, und eine Vergiftung, besonders mit Herbstzeitlose, kann lebensgefährlich sein.

Einige Merkmale helfen beim Unterscheiden. Beim Bärlauch wächst jedes Blatt einzeln an einem dünnen Stiel aus dem Boden, die Unterseite ist matt. Maiglöckchen tragen meist zwei Blätter an einem gemeinsamen Stängel, die Unterseite glänzt. Die Blätter der Herbstzeitlose haben keinen Stiel und stehen in einem Büschel zusammen.

Der bekannte Geruchstest – Blatt zerreiben, es riecht nach Knoblauch – ist nur am Anfang hilfreich. Nach ein paar Blättern riechen deine Finger ohnehin nach Bärlauch, und dann kannst du die Pflanzen nicht mehr unterscheiden. Prüfe deshalb jedes Blatt einzeln.

Unser Rat: Wenn du unsicher bist, kauf Bärlauch auf dem Wochenmarkt oder im Gemüseladen. Wenn du nach dem Essen von selbst gesammeltem Bärlauch Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall bekommst – oder auch nur vermutest, dass ein falsches Blatt dabei war –, ruf sofort den Giftnotruf oder eine Ärztin oder einen Arzt an. Warte nicht ab: Bei einer Vergiftung mit Herbstzeitlose zeigen sich die Beschwerden oft erst nach Stunden. In Naturschutzgebieten ist das Sammeln verboten, anderswo sind kleine Mengen für den eigenen Bedarf erlaubt.

Rezepte mit dem ersten Grün

Am schnellsten geht Bärlauchquark: Magerquark, fein geschnittener Bärlauch, etwas Salz, dazu Pellkartoffeln – ein eiweißreiches Abendessen in einer halben Stunde. Das Bärlauchpesto mit Sonnenblumenkernen braucht weniger Öl als ein klassisches Pesto und schmeckt auf Brot, in Nudeln oder als Klecks auf Ofengemüse.

Wer keinen Bärlauch bekommt, greift zu anderen Kräutern. Die Grüne Soße nach Frankfurter Art lebt eigentlich von sieben Kräutern, schmeckt aber auch mit Petersilie, Schnittlauch und Dill, eine Erbsensuppe mit Minze wird in einer halben Stunde cremig und grün, und ein Taboulé mit viel Petersilie ist eher ein Kräutersalat mit Bulgur als umgekehrt.

Raus in den Frühling

Mit den längeren Tagen wird es leichter, wieder mehr draußen zu sein. Ein Spaziergang nach dem Abendessen ist ein guter Anfang. Wenn du Lust auf mehr hast, ist jetzt eine gute Zeit, um mit dem Laufen für Anfänger zu beginnen.