Gemüse-Tajine mit Kichererbsen – marokkanisch gewürzt und vegan
Eine Tajine ist in Marokko Topf und Gericht zugleich. Du brauchst den Lehmtopf aber nicht: In einem schweren Topf mit Deckel schmoren Gemüse und Kichererbsen genauso langsam in einer Sauce aus Tomaten, Kreuzkümmel und Zimt, bis alles weich und würzig ist.
- Zeit
- 55 Min.
- Pro Portion
- 569 kcal
- Eiweiß
- 26 g
- Niveau
- Einfach

Zutaten
Nährwerte pro Portion
569 kcal
| Eiweiß | 26 g |
|---|---|
| Kohlenhydrate | 78 g |
| davon Zucker | 18 g |
| Fett | 11 g |
| Ballaststoffe | 24 g |
| Salz | 1,1 g |
Berechnet mit dem Bundeslebensmittelschlüssel; Richtwerte.
Zubereitung
Das Öl in einem schweren Topf mit Deckel erhitzen. Die Zwiebel darin bei mittlerer Hitze 5 Minuten weich dünsten. Knoblauch, Ingwer und alle Gewürze dazugeben und 1 Minute rösten, bis es duftet.
Das Tomatenmark einrühren und kurz mitrösten. Karotte, Süßkartoffel, Linsen, Tomaten und Wasser dazugeben, salzen und aufkochen.
Zugedeckt bei kleiner Hitze 20 Minuten schmoren, bis die Karotten fast weich sind und die Linsen zerfallen. Zwischendurch umrühren, damit nichts ansetzt.
Kichererbsen, Zucchini und Paprika unterheben und weitere 10 Minuten zugedeckt schmoren, bis das Gemüse gar ist, aber noch Form hat.
Inzwischen den Couscous mit der doppelten Menge kochendem Salzwasser übergießen, zudecken und 5 Minuten quellen lassen. Mit einer Gabel auflockern. Den Sojajoghurt mit Minze und einer Prise Salz verrühren.
Die Tajine mit Zitronensaft und Salz abschmecken, mit Koriander bestreuen und mit Couscous und Minz-Dip servieren.
Warum das Rezept satt macht
Kichererbsen und rote Linsen bringen zusammen viel pflanzliches Eiweiß und Ballaststoffe. Die Linsen zerfallen beim Schmoren und binden die Sauce, sodass sie ohne Sahne oder viel Öl sämig wird. Karotten, Zucchini und Paprika füllen den Teller, die Couscousportion darf deshalb klein bleiben. Der kühle Minz-Dip aus Sojajoghurt ergänzt noch etwas Eiweiß und macht die warmen Gewürze frischer.
Tipps
- Gewürze in Öl rösten. Kreuzkümmel und Zimt entfalten erst im heißen Fett ihr Aroma. Eine Minute reicht, dann sofort weiter, bevor etwas bitter wird.
- Gemüse nach Garzeit. Karotte und Süßkartoffel brauchen länger, Zucchini und Paprika kommen später dazu. So zerfällt nichts.
- Deckel drauf lassen. Wie im echten Tajine-Topf schmort das Gemüse im eigenen Dampf. Nur bei Bedarf einen Schluck Wasser nachgießen.
- Säure am Ende. Zitronensaft macht die Aromen klarer. Wer mag, gibt ein paar gehackte Oliven dazu.
Varianten
- Mit Hähnchen: 400 g Hähnchenschenkel ohne Haut in Stücken zu Beginn mit anbraten und mitschmoren. Dann ist die Tajine nicht mehr vegan.
- Glutenfrei: Statt Couscous Quinoa oder Hirse servieren.
- Fruchtig: Zwei bis drei gehackte Datteln oder getrocknete Aprikosen mitschmoren lassen – typisch marokkanisch, aber süßer.
- Mit Joghurt: Statt Sojajoghurt griechischen Joghurt für den Dip nehmen, dann ist das Gericht vegetarisch.
Vorbereiten und aufbewahren
Die Tajine hält sich im Kühlschrank vier Tage und schmeckt nach einer Nacht noch würziger. Couscous und Dip getrennt aufbewahren. Die Tajine lässt sich ohne Beilagen gut einfrieren. Beim Aufwärmen etwas Wasser dazugeben, weil die Sauce nachdickt.
Häufige Fragen
Brauche ich einen Tajine-Topf?
Nein. Ein schwerer Bräter oder ein Topf mit gut schließendem Deckel funktioniert genauso. Wichtig ist nur die kleine Hitze.
Was ist Ras el-Hanout?
Eine nordafrikanische Gewürzmischung, oft mit Kreuzkümmel, Zimt, Ingwer und Kurkuma. Wenn du sie hast, ersetzt ein Esslöffel davon die einzelnen Gewürze.
Veröffentlicht am 23.10.2026 · Abendessen


