Bärlauchpesto – mit Sonnenblumenkernen und weniger Öl
Bärlauch gibt es nur ein paar Wochen im Jahr, und als Pesto hält sein Knoblaucharoma länger. Diese Version kommt mit weniger Öl aus als üblich, geröstete Sonnenblumenkerne und Hefeflocken sorgen für den nussig-würzigen Geschmack. Ein Esslöffel reicht für eine Portion Nudeln, eine Scheibe Vollkornbrot oder als Klecks auf Ofengemüse.
- Zeit
- 18 Min.
- Pro Portion
- 58 kcal
- Eiweiß
- 1 g
- Niveau
- Einfach

Zutaten
Nährwerte pro Portion
58 kcal
| Eiweiß | 1,1 g |
|---|---|
| Kohlenhydrate | 0,5 g |
| davon Zucker | 0,3 g |
| Fett | 5,6 g |
| Ballaststoffe | 0,4 g |
| Salz | 0,0 g |
Berechnet mit dem Bundeslebensmittelschlüssel; Richtwerte.
Zubereitung
Die Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze 2 bis 3 Minuten rösten, bis sie duften und leicht Farbe bekommen. Auf einem Teller abkühlen lassen.
Den Bärlauch gründlich waschen, trocken schleudern oder tupfen und die Stiele grob abschneiden. Die Blätter grob hacken.
Bärlauch, Sonnenblumenkerne, Hefeflocken und eine kräftige Prise Salz in einen hohen Becher oder Zerkleinerer geben.
Öl, Wasser und Zitronensaft dazugeben und alles in kurzen Intervallen pürieren, bis ein grobes, sämiges Pesto entsteht. Nicht zu lange mixen, sonst wird es warm und verliert seine grüne Farbe.
Mit Salz abschmecken und in ein sauberes Schraubglas füllen. Die Oberfläche glatt streichen, damit möglichst wenig Luft an das Pesto kommt.
Warum ein Esslöffel reicht
Pesto ist ein Würzmittel, kein Hauptgericht. Ein gut gefüllter Esslöffel bringt so viel Aroma, dass Nudeln, Kartoffeln oder Gemüse kaum noch etwas anderes brauchen. Weil Öl und Kerne viel Energie mitbringen, lohnt es sich, den Löffel tatsächlich abzumessen statt aus dem Glas zu schöpfen. Das Wasser im Rezept macht das Pesto streichfähig, ohne dass dafür noch mehr Öl nötig ist.
Tipps
- Bärlauch sicher erkennen: Selbst gesammelter Bärlauch lässt sich leicht mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechseln, die beide giftig sind. Nur Blätter pflücken, die beim Zerreiben eindeutig nach Knoblauch riechen, und im Zweifel auf dem Markt kaufen.
- Gut trocknen: Nasser Bärlauch verdünnt das Pesto und macht es schneller schlecht.
- Mit Nudelwasser: Für Pasta einen Esslöffel Pesto mit einem Schuss Nudelwasser verrühren, dann verteilt es sich gleichmäßig.
Varianten
- Mit Parmesan: Klassisch kommt geriebener Parmesan hinein. Das schmeckt würziger, ist dann aber weder vegan noch vegetarisch, weil Parmesan mit tierischem Lab hergestellt wird.
- Andere Kerne: Pinienkerne, Mandeln oder Walnüsse statt Sonnenblumenkernen – Sonnenblumenkerne sind am günstigsten.
- Halb Bärlauch, halb Spinat: Babyspinat macht das Pesto milder und strecken lässt es sich damit auch.
Vorbereiten und aufbewahren
Im Kühlschrank hält das Pesto etwa eine Woche, wenn die Oberfläche mit einer dünnen Schicht Öl bedeckt ist und du immer einen sauberen Löffel nimmst. Zum Einfrieren portionsweise in eine Eiswürfelform füllen. So hast du auch nach der Saison einzelne Würfel zur Hand.
Häufige Fragen
Wann ist Bärlauchzeit?
Je nach Region und Wetter etwa von Anfang März bis Ende April, in kühleren Lagen bis in den Mai. Sobald die Pflanze blüht, werden die Blätter fester und schärfer.
Wofür kann ich Bärlauchpesto verwenden?
Für Nudeln und Kartoffeln, als Aufstrich auf Vollkornbrot, gemischt mit Quark als Dip oder als Würze in Suppen und Dressings.
Veröffentlicht am 23.10.2026 · Snack


