Grüne Soße light – nach Frankfurter Art mit Eiern und Kartoffeln
Die Grüne Soße ist das Frühlingsessen in Hessen: kalte Kräutersoße, hart gekochte Eier und Kartoffeln. Hier tragen Skyr und Joghurt die Kräuter statt Mayonnaise und viel Schmand. Dadurch schmeckt die Soße noch frischer und grüner.
- Zeit
- 40 Min. + 15 Min. Ruhezeit
- Pro Portion
- 575 kcal
- Eiweiß
- 37 g
- Niveau
- Einfach

Zutaten
Nährwerte pro Portion
575 kcal
| Eiweiß | 37 g |
|---|---|
| Kohlenhydrate | 59 g |
| davon Zucker | 12 g |
| Fett | 19 g |
| Ballaststoffe | 5,9 g |
| Salz | 0,8 g |
Berechnet mit dem Bundeslebensmittelschlüssel; Richtwerte.
Zubereitung
Die Kartoffeln waschen und mit Schale in Salzwasser zugedeckt etwa 20 Minuten kochen, bis ein Messer leicht hineingleitet.
Die Eier in kochendes Wasser legen, 10 Minuten kochen, kalt abschrecken und schälen. Ein Ei für die Soße fein hacken, die übrigen halbieren.
Die Kräuter waschen, gut trocken schleudern und grobe Stiele entfernen, die Kresse mit der Schere vom Beet schneiden. Alles sehr fein hacken oder mit Skyr und Öl im hohen Becher kurz pürieren, bis eine hellgrüne, noch leicht stückige Masse entsteht.
Kräuter mit Skyr, Joghurt, saurer Sahne, Senf, Öl und Zitronensaft verrühren. Das gehackte Ei unterheben und kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Soße mindestens 15 Minuten kalt stellen, damit sich die Aromen verbinden.
Die Kartoffeln abgießen, kurz ausdampfen lassen und nach Belieben pellen. Mit den halbierten Eiern und der kalten Grünen Soße servieren.
Warum das Rezept satt macht
Die Grüne Soße besteht hier vor allem aus Skyr und Joghurt, beide bringen reichlich Eiweiß mit. Zusammen mit den Eiern ergibt das eine Mahlzeit, die lange vorhält, obwohl sie kalt und leicht schmeckt. Die Kartoffeln sorgen für den Rest der Sättigung. Und weil die Soße eine große Menge frischer Kräuter enthält, landet ganz nebenbei viel Grünes auf dem Teller.
Tipps
- Das Original: In Frankfurt gehören genau sieben Kräuter hinein: Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch. Im Frühling gibt es sie fertig gemischt im weißen Papierpaket auf dem Markt. Kresse und Sauerampfer findest du oft auch einzeln, für Borretsch, Kerbel und Pimpinelle springt hier Dill ein.
- Viel Kraut: Die Soße soll kräftig grün sein, nicht weiß mit grünen Punkten. Lieber mehr Kräuter nehmen als im Rezept.
- Nicht zu fein pürieren: Wird die Masse zu glatt, schmeckt sie leicht grasig. Kurz pulsieren oder von Hand hacken.
Varianten
- Mit Pellkartoffeln oder Salzkartoffeln: Beides ist üblich, Pellkartoffeln behalten etwas mehr Ballaststoffe.
- Zu Fisch oder Fleisch: Die Soße passt auch zu gekochtem Rindfleisch oder gebratenem Fisch – dann ist das Gericht nicht mehr vegetarisch.
- Laktosefrei: Laktosefreien Joghurt und laktosefreien Skyr oder Quark verwenden.
Vorbereiten und aufbewahren
Die Soße hält sich zwei Tage im Kühlschrank, verliert aber nach und nach ihre leuchtende Farbe. Kräuter kannst du schon am Vortag waschen und gut trocken in einer Dose mit Küchenpapier lagern. Das gehackte Ei erst kurz vor dem Essen unterheben.
Häufige Fragen
Wann ist Grüne-Soße-Saison?
Traditionell ab Gründonnerstag bis in den Frühsommer, wenn die Kräuter frisch geerntet werden. Viele Hessen essen sie aber auch den ganzen Sommer.
Isst man Grüne Soße warm oder kalt?
Kalt. Nur die Kartoffeln kommen warm auf den Teller, die Eier können warm oder abgekühlt sein.
Veröffentlicht am 23.10.2026 · Mittagessen


