Butterfly-Maschine – Brusttraining richtig ausführen
Die Brustübung an der Maschine, bei der du die Arme vor dem Körper zusammenführst – wie ein Schmetterling, der die Flügel schließt.
2 Sätze à 12–15 Wiederholungen, 60 Sekunden Pause – 1- bis 2-mal pro Woche, nach der Brustpresse
So geht’s
- Stell die Sitzhöhe so ein, dass die Griffe oder Armpolster etwa auf Brusthöhe liegen. Setz dich mit dem ganzen Rücken an die Lehne, die Füße stehen fest am Boden.
- Fass die Griffe mit leicht gebeugten Ellbogen. Die Schultern sind tief, die Brust ist aufgerichtet.
- Führ die Arme in einem großen Bogen vor der Brust zusammen, als würdest du einen dicken Baum umarmen. Vorn kurz die Brust anspannen.
- Öffne die Arme langsam wieder, bis du eine leichte Dehnung in der Brust spürst. Beim Schließen ausatmen, beim Öffnen einatmen.
Typische Fehler
- Zu weit nach hinten öffnen. Die Arme gehen nur so weit zurück, bis sie etwa auf einer Linie mit dem Körper sind – weiter belastet die Schultern.
- Die Ellbogen strecken oder stark beugen. Der leichte Knick bleibt die ganze Zeit gleich.
- Den Oberkörper von der Lehne nehmen und mit Schwung arbeiten. Rücken anlehnen, Gewicht reduzieren.
- Die Schultern ziehen nach oben. Halte sie bewusst tief.
Leichter
Weniger Gewicht und eine kleinere Bewegung: Öffne die Arme nur bis kurz vor die Körperlinie.
Schwerer
Vorn zwei Sekunden halten und drei Sekunden lang öffnen. Später ist Fliegende mit Kurzhanteln auf der Bank eine freie Variante.
Butterfly – die Übung, nicht der Schwimmstil
Wer „Butterfly“ sucht, landet oft beim Schwimmen: Dort heißt so der Schmetterlingsstil, bei dem beide Arme gleichzeitig über das Wasser schwingen. Im Fitnessstudio meint Butterfly eine Maschine für die Brust, manchmal auch „Butterfly-Maschine“, „Pec Deck“ oder „Fly“ genannt. Die Armbewegung erinnert an Flügel, die sich schließen – daher der Name. Um diese Maschine geht es hier.
So stellst du das Gerät ein
Die Sitzhöhe ist das Wichtigste. Liegen die Griffe zu hoch, arbeiten vor allem die Schultern; liegen sie zu tief, rutschst du in eine verkrampfte Haltung. Richtig ist es, wenn deine Hände oder Unterarme etwa auf Brusthöhe sind. Viele Geräte haben zusätzlich einen Hebel, der festlegt, wie weit die Arme nach hinten gehen. Stell ihn für den Anfang so ein, dass die Bewegung hinten auf Höhe deines Körpers endet. Frag beim ersten Mal eine Trainerin oder einen Trainer, die Einstellung dauert nur eine Minute.
Welche Muskeln arbeiten
Fast nur die Brustmuskulatur, unterstützt von den vorderen Schultern. Anders als bei der Brustpresse arbeiten die Arme kaum mit. Deshalb ist der Butterfly eine Ergänzung, keine Hauptübung: erst drücken, dann zum Schluss die Brust gezielt nacharbeiten.
Darauf kommt es an
Langsam und mit wenig Gewicht. Der Rücken bleibt die ganze Zeit an der Lehne, die Füße stehen fest. Beim Butterfly ist die Hebelwirkung groß, schon kleine Gewichte fühlen sich schwer an. Wichtig ist die kontrollierte Rückbewegung: Wer die Arme nach hinten fallen lässt, überdehnt die Schulter. Denk an die Ellbogen, die einen weiten Bogen beschreiben, und nicht an die Hände, die ziehen.
Häufige Fragen
Brauche ich Butterfly, wenn ich schon Brustpresse mache?
Nicht zwingend. Für Anfängerinnen und Anfänger reichen Brustpresse oder Liegestütze. Butterfly ist eine Ergänzung, wenn du mehr Abwechslung möchtest.
Ist die Übung gut bei Schulterproblemen?
Das hängt von den Beschwerden ab und klärt man ärztlich oder physiotherapeutisch. Häufig wird dann mit kleiner Bewegung und wenig Gewicht gearbeitet.
Wie viele Wiederholungen sind sinnvoll?
Eher etwas mehr als bei Grundübungen, etwa 12 bis 15. Das Gewicht ist dafür leichter, und die Schultern danken es dir. Wenn die letzten Wiederholungen eines Satzes anstrengend werden, die Arme aber noch sauber im Bogen laufen, passt die Einstellung.
Kann ich Butterfly auch zu Hause machen?
Ähnlich ja: Fliegende mit leichten Kurzhanteln auf dem Boden oder einer Bank, oder mit einem Widerstandsband, das hinter dir befestigt ist.
Stand: 23.10.2026