Gulasch light – mit viel Zwiebeln und Paprika
Ein gutes Gulasch braucht vor allem zwei Dinge: viele Zwiebeln und Geduld. Die Zwiebeln zerfallen beim Schmoren und binden die Soße ganz ohne Mehl, Paprika und Tomatenmark bringen Farbe und Tiefe. Das Fleisch ist mager, der Topf trotzdem randvoll mit Geschmack.
- Zeit
- 2 Std. 5 Min.
- Pro Portion
- 517 kcal
- Eiweiß
- 43 g
- Niveau
- Einfach

Zutaten
Nährwerte pro Portion
517 kcal
| Eiweiß | 43 g |
|---|---|
| Kohlenhydrate | 50 g |
| davon Zucker | 15 g |
| Fett | 14 g |
| Ballaststoffe | 9,1 g |
| Salz | 0,3 g |
Berechnet mit dem Bundeslebensmittelschlüssel; Richtwerte.
Zubereitung
Das Fleisch trocken tupfen. In einem schweren Topf 10 g Öl stark erhitzen und das Fleisch in zwei Portionen von allen Seiten kräftig braun anbraten, je ca. 4 Minuten. Herausnehmen und salzen.
Das restliche Öl in den Topf geben und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze 10 Minuten braten, bis sie weich und goldbraun sind. Den Knoblauch in der letzten Minute dazugeben.
Tomatenmark einrühren und 2 Minuten mitrösten, bis es dunkler wird. Den Topf kurz vom Herd nehmen, beide Paprikapulver unterrühren und sofort mit dem Wasser ablöschen. So verbrennt das Pulver nicht und wird nicht bitter.
Fleisch, Majoran und Kümmel dazugeben, aufkochen und zugedeckt bei kleiner Hitze 75 Minuten schmoren. Ab und zu umrühren.
Die Paprikastreifen dazugeben und weitere 15 Minuten offen köcheln, bis das Fleisch zart ist und die Soße sämig eingekocht ist.
Inzwischen die Kartoffeln schälen und in Salzwasser 20 Minuten gar kochen. Das Gulasch mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken und mit den Kartoffeln servieren.
Warum das Gulasch satt macht
Mageres Rindfleisch liefert reichlich Eiweiß, und eine große Portion Soße mit Kartoffeln füllt den Teller. Die Bindung kommt aus den Zwiebeln, die beim langen Schmoren fast vollständig zerfallen. Deshalb sind es so viele. Mehl, Sahne oder Schmalz braucht es dafür nicht.
Viele Gulaschrezepte arbeiten mit Schweineschmalz und fetterem Fleisch. Das gibt Geschmack, aber auch viel Fett. Hier holen Röstaromen und die beiden Paprikasorten den Geschmack zurück.
Tipps
- Nicht zu viel Fleisch auf einmal: Liegen die Würfel zu dicht, ziehen sie Wasser und werden grau statt braun. Zwei Portionen lohnen sich.
- Paprikapulver nie in heißes Fett: Es verbrennt in Sekunden und wird bitter. Topf vom Herd, Pulver rein, sofort ablöschen.
- Schulter statt Edelstück: Rinderschulter hat feine Bindegewebsfäden, die beim langen Schmoren weich werden und das Fleisch saftig halten. Magere Steakstücke wie Hüfte werden dabei eher trocken.
- Kümmel nach Geschmack: Er gehört klassisch dazu. Wer ihn nicht mag, lässt ihn einfach weg.
Varianten
- Mit Nudeln: Statt Kartoffeln 300 g Vollkornnudeln. Dann ist das Gulasch nicht mehr glutenfrei.
- Mit Pilzen: 250 g Champignons zusammen mit der Paprika dazugeben, das streckt die Portion.
- Als Suppe: Mit mehr Flüssigkeit und Kartoffelwürfeln im Topf wird daraus eine Gulaschsuppe.
Vorbereiten und aufbewahren
Gulasch ist ideal zum Vorkochen und schmeckt am zweiten Tag noch besser. In Dosen hält es sich im Kühlschrank drei bis vier Tage. Eingefroren bleibt es drei Monate gut. Die Kartoffeln am besten frisch kochen, aufgetaut werden sie mehlig.
Häufige Fragen
Kann ich das Gulasch im Ofen schmoren?
Ja. Zugedeckt bei 160 °C Ober-/Unterhitze etwa 90 Minuten, das Ergebnis ist sehr gleichmäßig.
Warum schmeckt mein Gulasch bitter?
Meist ist das Paprikapulver zu heiß geworden. Auch zu dunkel geröstete Zwiebeln können bitter werden.
Veröffentlicht am 23.10.2026 · Abendessen


