Yogamatte und Gymnastikmatte: Dicke, Grip und Material

Welche Variante passt zu dir?
Rutschfeste Yogamatte aus Naturkautschuk
Für regelmäßiges Yoga im Stehen und in Haltungen wie dem herabschauenden Hund – sehr griffig, aber schwerer und nichts bei Latexallergie.
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Für Einsteigerinnen und Einsteiger und zum Mitnehmen in den Kurs: leicht, gut gepolstert, für die meisten Übungen griffig genug.
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Für Pilates, Rückentraining, Bauchübungen und alles im Liegen oder Knien – polstert empfindliche Knie und die Wirbelsäule.
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Für Urlaub und Hotelzimmer: sehr dünn und faltbar, gern auch als rutschfeste Auflage auf einer weicheren Matte.
Bei Amazon ansehen*Worauf du achten solltest
- Dicke
- Dünne Matten geben im Stand und bei Gleichgewichtsübungen festen Halt. Dicke Matten polstern Knie, Wirbelsäule und Hüfte bei Übungen im Liegen, sind dafür im Stand wackeliger.
- Grip
- Die Matte darf weder auf dem Boden rutschen noch unter Händen und Füßen. Manche Materialien werden mit Schweiß rutschiger, andere griffiger.
- Material
- Naturkautschuk, PU-beschichteter Kautschuk, TPE, PVC, NBR-Schaum oder Kork – jedes Material hat eigene Stärken bei Grip, Gewicht, Geruch und Haltbarkeit.
- Größe
- Die Matte sollte mindestens so lang sein wie du, wenn du liegst. Große Menschen wählen eine Überlänge, wer viel seitlich arbeitet, eine breitere Matte.
- Gewicht und Transport
- Für den Kurs oder unterwegs zählt ein geringes Gewicht. Zuhause darf die Matte schwerer sein, das macht sie oft rutschfester.
- Geruch und Allergien
- Neue Kautschukmatten riechen anfangs deutlich. Bei Latexallergie Naturkautschuk meiden.
Brauchst du eine Yogamatte?
Viele Übungen, die beim Abnehmen und im Alltag guttun, finden auf dem Boden statt: Plank, Glute Bridge, Bird Dog, Katze-Kuh, Dehnungen. Auf hartem Boden drücken Knie und Wirbelsäule unangenehm, auf glattem Boden rutschen Hände und Füße weg. Eine Matte löst beides – und sie ist ein kleines Signal an dich selbst: Jetzt ist Trainingszeit.
Ob du „Yogamatte“ oder „Gymnastikmatte“ kaufst, hängt davon ab, was du darauf machst. Die Begriffe werden im Handel nicht immer sauber getrennt. Wichtiger als der Name sind Dicke, Grip und Material.
Welche Dicke für wen?
Dünn: für Yoga im Stehen
Bei Yoga stehst du oft auf einem Bein, im Ausfallschritt oder stützt dich auf die Hände. Eine dünne, feste Matte hält dich stabil und lässt dich den Boden spüren. Für Menschen mit empfindlichen Knien kann sie bei Übungen im Knien zu hart sein – ein zusätzliches Kissen oder ein gefaltetes Handtuch hilft.
Mittel: der Allrounder
Eine mittlere Dicke ist ein guter Kompromiss für alle, die Yoga, Kräftigung und Dehnen mischen. Viele TPE-Matten liegen in diesem Bereich.
Dick: für Pilates und Bodenübungen
Bei Pilates, Bauch- und Rückenübungen liegst du auf dem Rücken, rollst über die Wirbelsäule oder kniest. Eine dicke Gymnastikmatte polstert hier deutlich besser. Für Gleichgewichtsübungen im Stand ist sie dagegen zu weich. Wer beides macht, kann eine dünne Yogamatte und eine dicke Matte kombinieren oder eine mittlere wählen.
Welches Material?
Naturkautschuk: sehr guter Grip, auch auf glattem Boden, schwer und langlebig. Riecht anfangs deutlich nach Gummi. Bei Latexallergie ungeeignet. Verträgt keine direkte Sonne.
Kautschuk mit PU-Oberfläche: besonders griffig, auch wenn du schwitzt. Etwas empfindlicher, die Oberfläche zeigt schnell Abdrücke und Spuren.
TPE: leicht, weich, gut für Einsteiger und zum Mitnehmen. Hält meist nicht so lange wie Kautschuk und kann bei viel Schweiß rutschiger werden.
PVC: robust, pflegeleicht und haltbar. Im Neuzustand oft etwas glatt, aus Umweltsicht weniger günstig.
NBR-Schaum: typisches Material für dicke Gymnastikmatten. Weich und günstig, für Yoga im Stand zu nachgiebig.
Kork: natürliche Oberfläche, die mit etwas Feuchtigkeit sogar griffiger wird. Meist auf einer Unterlage aus Kautschuk oder TPE.
Welche Größe?
Leg dich gedanklich auf die Matte: Kopf und Füße sollten darauf Platz haben. Für große Menschen gibt es Matten mit Überlänge. Wer bei Übungen die Arme weit zur Seite streckt oder breiter steht, freut sich über eine breitere Matte. Für unterwegs zählt dagegen, dass sie zusammengerollt in eine Tasche passt.
Pflege und Sicherheit
- Reinigen: Nach dem Training mit einem feuchten Tuch abwischen. Bei Bedarf etwas milde Seife ins Wasser, gut nachwischen. Keine scharfen Reiniger und keine unverdünnten ätherischen Öle bei Naturkautschuk – sie können das Material angreifen. Im Zweifel gelten die Pflegehinweise des Herstellers.
- Trocknen: Ausgebreitet oder über einer Stange trocknen lassen, nicht in der prallen Sonne.
- Lagern: Gerollt mit der Oberseite nach außen, so liegen die Enden später flach.
- Neue Matten auslüften: Einige Tage ausgerollt lüften, wenn sie riecht.
- Rutscht sie? Neue Matten haben manchmal einen Film von der Produktion. Abwischen und ein paar Mal benutzen hilft oft. Auf glatten Fliesen oder Parkett eine Matte mit griffiger Unterseite wählen.
- Hygiene: Im Kurs am besten die eigene Matte nutzen.
Häufige Fragen
Kann ich mit einer Yogamatte auch Krafttraining machen?
Ja, für Übungen mit dem eigenen Körpergewicht und leichten Hanteln. Schwere Hanteln oder Kettlebells können dünne Matten beschädigen – dann lieber eine robuste Bodenmatte darunter legen.
Wie dick sollte eine Gymnastikmatte für Pilates sein?
Deutlich dicker als eine Yogamatte, damit die Wirbelsäule beim Abrollen geschützt ist. Wichtig ist, dass sie trotzdem nicht so weich ist, dass du einsinkst.
Brauche ich Zubehör wie Block oder Gurt?
Für den Anfang nicht. Ein Yogablock hilft, wenn du in Vorbeugen den Boden noch nicht erreichst, ein Gurt verlängert die Arme bei Dehnungen. Beides kannst du mit einem dicken Buch oder einem Schal ersetzen. Wenn du regelmäßig übst und merkst, dass dir Unterstützung fehlt, lohnt sich die Anschaffung.
Meine Matte rollt sich an den Enden immer wieder hoch – was tun?
Das passiert vor allem bei neuen, dünnen Matten. Roll sie einige Male andersherum auf, also mit der Oberseite nach außen, und lass sie danach eine Weile flach liegen. Mit der Zeit gibt sich das. Bei leichten Matten hilft es auch, sie beim Training mit zwei Wasserflaschen an den Ecken zu beschweren, bis sie flach bleibt.
Wie lange hält eine Matte?
Das hängt vom Material und davon ab, wie oft du trainierst. Wenn sich Stellen abreiben, Krümel lösen oder die Matte an bestimmten Stellen rutscht, ist es Zeit für eine neue.
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Stand: 23.10.2026