Warum es kein einzelnes Idealgewicht gibt
Zwei Menschen mit gleicher Größe und gleichem Gewicht können sehr verschieden gebaut sein: mehr Muskeln oder mehr Fett, breiter oder schmaler. Deshalb arbeiten Fachleute mit Bereichen statt mit einer Zahl. Der wichtigste ist der Normalgewichtsbereich der Weltgesundheitsorganisation – ein Body-Mass-Index zwischen 18,5 und 24,9. Mehr dazu im BMI-Rechner.
Gewicht nach Alter
Viele Tabellen geben für ältere Menschen etwas höhere Werte an. Sie gehen auf Empfehlungen des US National Research Council von 1989 zurück. Hintergrund: Im Alter ist ein kleines Polster eher schützend, ein sehr niedriges Gewicht dagegen ein Risiko.
| Alter | empfohlener BMI |
|---|---|
| 19–24 | 19–24 |
| 25–34 | 20–25 |
| 35–44 | 21–26 |
| 45–54 | 22–27 |
| 55–64 | 23–28 |
| ab 65 | 24–29 |
Alle Gewichtsgrenzen für Größen von 150 bis 200 cm stehen in der BMI-Tabelle.
Und die Broca-Formel?
„Körpergröße in Zentimetern minus 100“ – die Faustregel stammt aus dem 19. Jahrhundert. Für mittelgroße Menschen passt sie halbwegs, für kleine und große liegt sie daneben. Wir zeigen sie nur zum Vergleich.
Besser als jede Zahl: der Bauchumfang
Wo das Fett sitzt, sagt oft mehr als das Gewicht. Faustregel: Der Taillenumfang sollte weniger als die Hälfte der Körpergröße betragen. Warum das so ist, erklärt unser Ratgeber zum Bauchfett.
Häufige Fragen
Ich liege über dem Bereich – muss ich bis dahin abnehmen?
Nein. Schon fünf bis zehn Prozent weniger bringen bei Übergewicht viel. Ein erreichbares erstes Ziel ist wertvoller als ein fernes Ideal – den Weg dahin zeigt der Kaloriendefizit-Rechner.
Quellen
- Obesity: preventing and managing the global epidemic. Report of a WHO Consultation (Technical Report Series 894). World Health Organization, 2000.
- Diet and Health: Implications for Reducing Chronic Disease Risk. National Research Council, National Academy Press, 1989.